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Fernsehsendungen machen noch keinen Hundetrainer

Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbund

vom 06. April 2005 in voller Wortlänge

Der neueste TV-Trend sind Doku-Soap-Formate, in denen Tipps zur Haustiererziehung gegeben werden - zum Beispiel unterstützen Hundetrainer Familien bei der Erziehung ihrer Tiere. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt diese Sendungen grundsätzlich, da sie bewusst machen, dass Tiere, besonders Hunde, bei anfallenden Problemen nicht gleich im Tierheim abgegeben werden sollten. Die Erziehung der Tiere zu einem freundlichen Familienmitglied ist in aller Regel möglich. Zugleich warnt die Tierschutzorganisation allerdings vor dem Irrglauben, dass Fernsehsendungen ausreichen, um sich alles nötige tier- und haltungsspezifische Wissen anzueignen.

Einige TV-Sender (so z.B. RTL II, Vox oder WDR) haben Doku-Soaps zur Haustiererziehung in ihr Programm aufgenommen. In diesen Sendungen erhalten Familien oder Einzelpersonen durch Tiertrainer unter anderem Tipps zum Umgang und zur Erziehung von Hunden. Durch diese Sendungen wird klargestellt, dass die Erziehung eines Tieres eine notwendige und wichtige Aufgabe für jeden Tierbesitzer ist. Bei Problemen mit dem Tier ist keineswegs der sofortige Gang zum Tierheim nötig. Vielfach beweist sich auch hier der Satz, dass das Problem eher am oberen Ende der Leine zu finden ist, als am unteren.

„TV-Sendungen können wertvolle Anregung geben und bewusst machen, wo die Ursachen für mögliches Fehlverhalten zu suchen sind. Das ist aber noch nicht genug, um Tiererziehung wirklich zu beherrschen. Jeder verantwortungsvolle Halter sollte mit seinem vierbeinigen Lieblingen und den jeweiligen Bezugspersonen über einen längeren Zeitraum ein entsprechendes Training besuchen. Fernsehen allein reicht nicht, sondern kann lediglich als Zugabe angesehen werden“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, zu den TV-Formaten.

Hundehalter können sich zum Beispiel bei den dem Deutschen Tierschutzbundes angeschlossenen bundesweit 713 Tierschutzvereinen mit 509 vereinseigenen Tierheimen nach Adressen von seriösen Hundeschulen in der jeweiligen Region erkundigen.

Mein Kommentar:
Diese Stellungnahme des Deutschen Tierschutzbund kann ich nur begrüßen. Gerade in der Therapie von Problemhunden aber auch bei den sog. kleinen Alltagsproblemen mit dem vierbeinigen Begleiter ist es problematisch auf sog. Patentrezepte zurück zu greifen, egal ob sie nun über das Fernsehen, Bücher oder Zeitschriften vermittelt werden. Die momentan beliebten Fernsehsendungen können sicherlich zeigen, wie hilfreich ein kompetent und qualitativ hochwertig ausgebildeter Tierpsychologe helfen kann. Sollten aber wirklich nicht als Quelle eigener Therapiemaßnahmen gesehen werden. Aus diesem Grund kann ich mich der Empfehlung des Deutschen Tierschutzbund nur anschließen und Sie auffordern einen entsprechend hochwertig ausgebildeten Tierpsychologen zu Rate zu ziehen, der auf Ihre und die individuellen Bedürfnisse Ihres Tieres perfekt eingehen kann und auf Basis seines Fachwissens die Situation / Problematik kompetent analysieren kann um dann die sinnvollen und vor allen erfolgreichen Therapieschritte zusammen mit Ihnen ein zu leiten..


Quelle und Copyright: Deutscher Tierschutzbund